Building the Space I Longed For

Make Space didn’t begin as a business plan. It began as a feeling.

After moving to this small, beautiful town, my world shifted in subtle ways. Life felt closer to nature, more grounded, and well suited to raising a family. At the same time, I became more aware of how much I valued certain kinds of shared creative experiences I’d known before: sewing studios where conversations unfolded naturally, painting classes that gave rhythm to the week, pottery workshops where learning happened side by side, sketching groups that made space for both focus and connection.

Creativity was very much present here. What took shape more slowly was a form of creative community that reflected my own needs and ways of working. A space where people could come together without pressure, where making things was reason enough to gather, and where connection emerged through shared activity rather than effort.

I arrived here assuming I could continue working much as I always had, simply from a different location. In many ways, that was true at first. But some things shifted, both externally and internally. The times we live in have grown faster and louder, even in the countryside. The online spaces I once relied on became increasingly crowded, shaped by advertising, algorithms, and constant performance. Even the most niche corners began to feel less personal, less human.

I experienced that shift as a genuine loss. For a long time, the internet had been a place of learning, depth, and exchange for me. Over time, it became increasingly saturated with noise, marketing, and distraction. Much of what once supported curiosity and meaningful engagement was crowded out by unnecessary clutter and constant optimisation. Finding spaces for sustained attention and real learning became harder.

That change sharpened my desire to turn back toward the physical world. Toward shared, in-person experiences. Toward learning that happens in the same room, through conversation, observation, and time spent together, rather than through feeds and algorithms.

Living here pushed me to show up differently. My language skills grew, of course, but more importantly, my confidence did. Confidence to speak imperfectly, to be understood without polishing every edge, to let myself be visible as I am. The idea of an effortlessly curated life lost its appeal. Real life is messier, more textured, and far more forgiving.

Being “foreign” stopped feeling like something to manage and started feeling like something I could inhabit honestly. I became less concerned with how things looked, and more invested in how they felt. That shift made it easier to imagine creating a space rooted in presence, openness, and real connection.

For a while, I found myself looking outward, wondering what was missing or what needed to be added. Over time, it became clear that I wasn’t searching for something new. The experience, skills, values, and curiosity I carried had been quietly accumulating all along. What I was looking for externally was something I already held internally.

That realisation brought a different kind of confidence. Not certainty, but trust. A sense that there comes a point in life where preparation meets opportunity, even if it doesn’t announce itself clearly. Where taking a step forward means trusting yourself enough to take a considered leap.

Make Space took shape from that place. A way of holding room for creativity, for connection, and for the ongoing, imperfect work of living. A place where someone passing through can sit by the lake and paint a postcard, where locals can learn a new skill on a Friday evening, where people can meet without having to perform or explain themselves, and where being together feels easy.

It’s a space shaped by lived experience rather than intention alone. By movement and settling. By parenting, creativity, and the ongoing work of paying attention to what matters.

It’s the space I needed at a particular moment.
Now, it’s a space I’m opening up to others.

Den Raum bauen, den ich mir gewünscht habe

Make Space begann nicht als Geschäftsplan. Es begann als Gefühl.

Nach dem Umzug in diese kleine, schöne Stadt veränderte sich mein Alltag auf leise Weise. Das Leben fühlte sich naturnäher an, geerdeter, gut geeignet für das Aufziehen einer Familie. Gleichzeitig wurde mir bewusster, wie sehr ich bestimmte Formen gemeinsamer kreativer Erfahrungen schätzte, die ich früher kannte: Nähstudios, in denen Gespräche ganz selbstverständlich entstehen, Malkurse, die der Woche einen Rhythmus geben, Töpferwerkstätten, in denen man Seite an Seite lernt, Zeichenrunden, die Raum für Konzentration und Austausch lassen.

Kreativität war hier immer vorhanden. Was sich langsamer zeigte, war eine Form von kreativer Gemeinschaft, die meinen eigenen Bedürfnissen und Arbeitsweisen entsprach. Ein Ort, an dem Menschen ohne Druck zusammenkommen können, an dem das gemeinsame Tun Grund genug ist, sich zu treffen, und an dem Verbindung durch geteilte Tätigkeit entsteht, nicht durch Anstrengung.

Ich kam hierher mit der Annahme, meine Arbeit einfach von einem anderen Ort aus fortsetzen zu können. In mancher Hinsicht stimmte das zunächst auch. Doch mit der Zeit verschob sich etwas, sowohl im Außen als auch in mir selbst. Die Zeit, in der wir leben, ist schneller und lauter geworden, selbst auf dem Land. Die digitalen Räume, auf die ich mich lange verlassen hatte, wurden zunehmend dichter, geprägt von Werbung, Algorithmen und permanenter Selbstoptimierung. Selbst sehr spezialisierte Nischen fühlten sich irgendwann weniger persönlich, weniger menschlich an.

Das habe ich als echten Verlust empfunden. Das Internet war für mich lange ein Ort des Lernens, der Vertiefung und des Austauschs. Mit der Zeit wurde es jedoch immer stärker überlagert von Ablenkung, Vermarktung und Beliebigkeit. Vieles, was früher Neugier und echtes Interesse getragen hat, wurde von unnötigem Lärm verdrängt. Räume für konzentriertes Lernen und nachhaltige Aufmerksamkeit wurden seltener.

Diese Entwicklung hat meinen Wunsch verstärkt, mich wieder stärker dem Analogen zuzuwenden. Der physischen Welt. Gemeinsamen Erfahrungen vor Ort. Lernen, das im selben Raum stattfindet, durch Gespräche, Beobachtung und Zeit miteinander – nicht durch Feeds und Algorithmen.

Das Leben hier hat mich dazu gebracht, mich anders zu zeigen. Meine Sprachkenntnisse haben sich entwickelt, ja. Vor allem aber ist mein Vertrauen in mich selbst gewachsen. Die Sicherheit, auch unperfekt sprechen zu dürfen. Mich verständlich zu machen, ohne jede Kante zu glätten. Sichtbar zu sein, so wie ich bin. Die Vorstellung eines makellos kuratierten Lebens verlor an Bedeutung. Das echte Leben ist unordentlicher, vielschichtiger und deutlich nachsichtiger.

„Fremdsein“ fühlte sich irgendwann nicht mehr wie etwas an, das ich kontrollieren musste, sondern wie etwas, das ich ehrlich leben konnte. Mir wurde wichtiger, wie sich Dinge anfühlen, als wie sie aussehen. Diese Verschiebung machte es leichter, mir einen Raum vorzustellen, der auf Präsenz, Offenheit und echte Verbindung gründet.

Eine Zeit lang suchte ich im Außen nach Antworten, fragte mich, was fehlte oder ergänzt werden müsste. Mit der Zeit wurde klar, dass ich nichts Neues suchte. Erfahrung, Fähigkeiten, Werte und Neugier hatten sich über Jahre hinweg angesammelt. Das, was ich im Außen zu finden hoffte, trug ich längst in mir.

Diese Erkenntnis brachte eine andere Art von Zuversicht. Keine Gewissheit, sondern Vertrauen. Das Gefühl, dass es im Leben Momente gibt, in denen Vorbereitung und Gelegenheit zusammenkommen, auch wenn sie sich nicht klar ankündigen. Momente, in denen es weniger darum geht, alles zu planen, als sich selbst genug zu vertrauen, um einen überlegten Schritt zu wagen.

Make Space hat aus genau diesem Ort heraus Gestalt angenommen. Als Möglichkeit, Raum zu halten für Kreativität, für Verbindung und für die fortlaufende, unperfekte Arbeit des Lebens. Ein Ort, an dem Reisende am See eine Postkarte malen können, an dem Einheimische an einem Freitagabend etwas Neues lernen, an dem Begegnung ohne Erklärungsdruck möglich ist und Zusammensein leicht wird.

Es ist ein Raum, der aus gelebter Erfahrung entstanden ist, nicht allein aus Absicht. Aus Bewegung und Ankommen. Aus Elternschaft, Kreativität und der fortlaufenden Aufmerksamkeit für das, was wirklich zählt.

Es ist der Raum, den ich zu einem bestimmten Zeitpunkt gebraucht habe.
Und nun ist es ein Raum, den ich mit anderen teilen möchte.

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Creativity and the Adult Self