Stepping Stones: How Creativity Evolved in My Life

Creativity didn’t arrive in my life as a clear decision or a defining moment. There was no point where I thought, I am an artist now. Instead, it took shape slowly, through small choices that didn’t seem especially important at the time. One thing led to another. Then another.

Looking back, those moments feel like stepping stones.

I moved between materials as life allowed. Sewing led to fabric which led to an interest in textile design. Fashion led to patternmaking and draping. Fabric led to sketching and printing and painting. Interest in surface pattern and 3D form led to pottery which circled back and intertwined with textiles. None of it was planned. It was simply curiosity responding to inspiration.

For a long time, this Jack-of-all-trades approach felt like I was doing something wrong; clearly lacking what it took to specialise, as though creativity was supposed to narrow with time. I worried that moving between practices made me unfocused, or that it somehow made my work less valid. Surely ‘real adults’ must eventually choose one thing and commit to it fully.

I’ve since realised how common that feeling is. Most creatives I know carry some version of it. Especially those who like to explore. Especially those who don’t fit neatly into a single category.

There’s also the weight of how different forms of making are valued. Art and fashion are often associated with visibility, prestige, and being taken seriously. Craft can be quietly dismissed, looked down upon as domestic, decorative, or secondary. These ideas are easy to absorb, even if we don’t agree with them. They can make us second-guess what we’re drawn to, or whether it’s worth pursuing at all.

Over time, I’ve tried to let go of that thinking.

What feels more true to me now is this: making things with our hands is a basic human need. It doesn’t require justification. It doesn’t need to turn into a career or an identity. It can shift as our lives shift. It can exist alongside family, work, and everything else that takes up space.

When I look back, the path only makes sense in hindsight. Each step revealed the next. Not because there was a destination, but because I stayed open to what felt interesting and possible at the time.

If your creative life feels scattered, unfinished, or hard to define, I don’t think that’s a failure. I think it’s often just how creativity moves — slowly, sideways, and in response to the life around it.

You don’t have to arrive anywhere.
You don’t have to explain yourself.
You’re allowed to keep stepping.

Kreativität kam nicht als klare Entscheidung oder als prägender Moment in mein Leben. Es gab keinen Zeitpunkt, an dem ich dachte: Jetzt bin ich Künstlerin. Stattdessen hat sie sich langsam geformt, durch kleine Entscheidungen, die damals nicht besonders wichtig erschienen. Eine Sache führte zur nächsten. Und dann zur nächsten.

Rückblickend fühlen sich diese Momente wie Trittsteine an.

Ich habe mich zwischen Materialien bewegt, so wie es das Leben gerade zugelassen hat. Nähen führte zu Stoffen, daraus entstand ein Interesse an Textildesign. Mode führte zu Schnittkonstruktion und Drapieren. Stoffe führten zu Skizzen, zu Drucken und zur Malerei. Das Interesse an Oberflächenmustern und dreidimensionalen Formen führte zur Keramik, die sich schließlich wieder mit Textilien verflocht. Nichts davon war geplant. Es war schlicht Neugier, die auf Inspiration reagierte.

Lange Zeit fühlte sich dieser „Jack-of-all-trades“-Ansatz so an, als würde ich etwas falsch machen — als würde mir die Fähigkeit fehlen, mich zu spezialisieren, so als müsste Kreativität mit der Zeit immer enger werden. Ich hatte Sorge, dass das Wechseln zwischen verschiedenen Praktiken mich unfokussiert wirken ließ oder meine Arbeit weniger gültig machte. Schließlich, so dachte ich, müssten „richtige Erwachsene“ irgendwann eine Sache wählen und sich ganz auf sie festlegen.

Inzwischen habe ich verstanden, wie verbreitet dieses Gefühl ist. Die meisten Kreativen, die ich kenne, tragen irgendeine Form davon in sich. Besonders jene, die gern erkunden. Besonders jene, die nicht sauber in eine einzelne Kategorie passen.

Hinzu kommt, wie unterschiedlich Formen des Gestaltens bewertet werden. Kunst und Mode werden oft mit Sichtbarkeit, Prestige und Ernsthaftigkeit verbunden. Handwerk hingegen wird stillschweigend abgewertet — als etwas Häusliches, Dekoratives oder Zweitrangiges. Diese Vorstellungen nehmen wir leicht auf, selbst wenn wir ihnen eigentlich nicht zustimmen. Sie lassen uns an dem zweifeln, wozu wir uns hingezogen fühlen, oder daran, ob es überhaupt wert ist, dem nachzugehen.

Mit der Zeit habe ich versucht, dieses Denken loszulassen.

Was sich für mich heute wahrer anfühlt, ist dies: Mit den Händen Dinge zu machen ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Es braucht keine Rechtfertigung. Es muss weder Beruf noch Identität werden. Es darf sich verändern, so wie sich unser Leben verändert. Es darf neben Familie, Arbeit und all den anderen Dingen existieren, die Raum einnehmen.

Wenn ich zurückblicke, ergibt der Weg nur im Nachhinein Sinn. Jeder Schritt machte den nächsten sichtbar. Nicht, weil es ein Ziel gab, sondern weil ich offen blieb für das, was sich interessant und möglich anfühlte.

Wenn sich dein kreatives Leben zerstreut, unfertig oder schwer einzuordnen anfühlt, halte ich das nicht für ein Scheitern. Oft ist es einfach die Art, wie Kreativität sich bewegt — langsam, seitwärts und in Resonanz mit dem Leben um uns herum.

Du musst nirgendwo ankommen.
Du musst dich nicht erklären.
Du darfst weitergehen.

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